Warum die Soros-Universität von Budapest nach Wien übersiedelt

Der US-Milliardär George Soros propagierte öffentlich und schriftlich den Zuzug von einer Million Flüchtlingen pro Jahr in die EU. Nun muß die von ihm gegründete Central European University (CEU) von Budapest nach Wien übersiedeln. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán will sie nicht in Budapest haben. Soros hat bereits Umsturzversuche in 37 Ländern mit Milliarden-Beträgen unterstützt.

Im heurigen Jahr veranlasste Orban zwei Gesetze, die gegen Soros gerichtet waren. Eines verpflichtet Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), „die aus dem Ausland finanziert werden“, diese Tatsache auf allen ihren Schriftsachen sichtbar zu machen. Ein anderes verpflichtete ausländische Universitäten, die in Ungarn einen Lehrbetrieb unterhalten, auch in ihrem Ursprungsland einen Campus zu betreiben. Sie müssen überdies einen Rahmenvertrag zwischen Ungarn und der jeweiligen ausländischen Regierung vorlegen. Mehr als 20 Einrichtungen waren betroffen, aber nur die CEU ging an die Öffentlichkeit: Orbán wolle sie aus dem Land treiben.

Innenansicht der CEU in Budapest: Dort wird Demokratie gelehrt und wie man sie gewaltlos gegen Regierungen einsetzt

Die CEU, die ungarische und auch US-Diplome vergibt, hat in den USA keinen Campus. Sie vereinbarte inzwischen aber mit dem New Yorker Bard College eine Zusammenarbeit, und der US-Bundesstaat New York erklärte sich bereit, mit der ungarischen Regierung den geforderten Rahmenvertrag abzuschließen.

Die CEU setzte sich allerdings selbst eine Frist: Wenn es bis zum 1. Dezember keine Lösung gibt, werden ihre US-Diplomstudiengänge nach Wien verlagert. Und während die CEU klagt, dass die Regierung sie vertreiben wolle, stellen ungarische Regierungspolitiker es umgekehrt dar: Die CEU versuche, ihre Causa zum Grund für die Vertreibung von Orbans Partei Fidesz aus der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) zu machen.

2017 eskalierte der Zwist. Die Orban-Regierung fokussierte ihren Wahlkampf auf die Darstellung, Soros sei eine Gefahr, weil er Migranten nach Europa holen wolle.

Tatsächlich hat der Mehrfach-Milliardär in einem Artikel in der von ihm mitfinanzierten Medienplattform Project Syndicate am 26. September 2015 öffentlich gefordert, dass die EU in Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende jährlich aufnehmen müsse. Verteilt auf alle Länder.

Weiters forderte der 88-Jährige aus den USA, dass die EU jährlich €15.000 pro Asylbewerber für Wohnen, Gesundheit und Ausbildung bereitstellt – und den Mitgliedstaaten die Aufnahme von Flüchtlingen schmackhafter machen. Dafür solle sich die EU durch die Ausgabe langfristiger Anleihen verschulden. Dies hätte nach Vorstellung der Soros’schen Voodoo-Ökonomie den zusätzlichen Vorteil eines moralisch gerechtfertigten Haushaltsstimulus für die europäische Wirtschaft. Als ob die EU-Staaten nicht schon genug unter ihrer Schuldenlast ächzen.

Greiser Multi-Milliardär George Soros: Er hat Umsturzversuche gegen autoritäre Regierungen mitfinanziert

Ebenso wichtig ist Soros, „die Vorlieben … der Asylbewerber zu berücksichtigen, und dabei so wenig Zwang wie möglich auszuüben. Die Flüchtlinge dort anzusiedeln, wo sie sein möchten und wo sie erwünscht sind, ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg.“

Ein Widerruf dieser Forderung ist nicht bekannt. Sie gilt daher bis heute und wohl auch noch bis an das Lebensende des Greises und darüber hinaus, weil seine zahlreichen Open Society Foundations und die Soros Foundation sowie die von diesen finanzierte Central European University sein Gedankengut weiter verbreiten werden.

Sie sind mit mehreren Milliarden Dollar finanziell bestens fundiert. Die Gesamtsumme seiner Spenden wurde 2007 von Time auf 6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wobei „Spenden“ in den USA alle Vermögen genannt werden, die ein Spender in seine eigenen (oder auch fremde) Stiftungen einbringt. Diese sind mit nur 5 % jährlich besteuert. Die „Schenkung“ kann der Spender wiederum von seiner persönlichen Einkommensteuer abziehen.

Mit seiner Förderung der Idee der „offenen Gesellschaft“ unterstützt Soros in großem Stil Migration und NGO-Schiffe im Mittelmer, die Flüchtlinge in der Nähe der libyschen Küste aufsammeln, um sie an europäischen Küsten abzusetzen.

Kampagne gegen Soros

Die Mainstream-Medien leugnen allerdings die Migrations-Forderungen des Greises und verweisen sie in den Bereich von Verschwörungstheorien. Ob wider besseres Wissen, mangels Recherche oder dank linker Träume bleibt offen.

Soros hat übrigens das „Portal für politischen Meinungs-Journalismus“ namens „Project Syndicate“ mit der Bill & Melinda Gates Foundation (Microsoft) und der deutschen ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius als Partner mit Sitz in Prag gegründet und finanziert. Es beliefert nach eigenen Angaben gegenwärtig 430 Zeitungen und Zeitschriften aus 150 Ländern mit einer Gesamtauflage von nahezu 70 Mio. Exemplaren.

Internationale Zeitungen: Sie verbreiten weltweit, was zuerst auf der Soros-Plattform Project Syndicate veröffentlicht wird

Damit üben Soros & Co international eine ungeheure Macht der Meinungsbildung aus. Denn zu den deutschen Nachdruck-Medien zählen u.a. Börsen-Zeitung, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Welt, Wirtschaftswoche und die russischsprachige Germania Plus. In Österreich drucken brav Die Presse, Der Standard und die englischsprachige Zeitung The Vienna Review laufend ab, was von Project Syndicate vorgesetzt wird.

Sie zahlen für den Content, während sogenannte finanzschwache Medien in Entwicklungsländern eine englische Fassung der Texte als unentgeltliche Leistung erhalten. Damit gibt Project Syndicate an, die „Entwicklung einer unabhängigen Presse weltweit“ zu fördern.

Dementsprechend unterstützen diese Medien auch Soros und seine durchaus aufrührerischen Aktivitäten – vor allem auch in seinem Privatkrieg mit Victor Orban.

Soros-Stiftungen unterstützen Revolutionszentrale

Ganz unproblematisch sind die Aktivitäten von Soros übrigens nicht. Denn seine „Open Society Foundations“ haben jahrelang Trainer und Kampagnenmanager für die „Revolutionen nach Drehbuch“ in 37 Ländern bezahlt. Mit dem Ziel, Regierungen zu stürzen. Und das im Schulterschluss mit der vom amerikanischen Kongress finanzierten Stiftung „National Endowment for Democracy“ und der NGO „Freedom House“ (beide mit Sitz in Washington). Das hat den Profi-Revolutionären den Vorwurf eingetragen, als Handlanger dem amerikanischen Polit-Establishment zu dienen.

Begonnen hatte es in Belgrad mit der Widerstandsbewegung „Otpor!“

Die erste revolutionäre Zelle entstand im Oktober 1998 in Belgrad als kleine Studentenbewegung unter dem Namen Otpor – zu Deutsch: Widerstand. Ihr Logo: die geballte Faust. Gründer Srdja Popovic und seine Mitstreiter haben durch spektakuläre Aktionen im Jahr 2000 angeblich eine Million Menschen mobilisiert. Die geballte Faust, das Logo der Bewegung, tauchte nicht nur auf Häusern, vorfabrizierten Bannern und Flugzetteln auf, sondern auch auf T-Shirts prominenter Künstler und Titelseiten von serbischen Zeitungen.

Geballte Faust: Mit dem OTPOR-Logo wurden Revolutionen in 37 Ländern gestartet

Chefinstrukteur Popovic gab offen zu: „Nach der serbischen Revolution waren wir in 37 Staaten aktiv. Wir können erfolgreiche Revolutionen vorweisen. In Georgien, der Ukraine, in Libanon, auf den Malediven, in Ägypten und Tunesien. Wie viele Bewegungen unser Symbol mit der geballten Faust benutzt haben? Keine Ahnung.“ Sie war jedenfalls auch in Russland, Venezuela und Iran zu sehen. Dort waren die Revolutionen nicht erfolgreich. Und die Schlachtfelder in Irak, Syrien, Libyen und im Osten der Ukraine brennen immer noch.

William Engdahl schreibt seit 30 Jahren über Washingtons geheime Geopolitik. Der US-Amerikaner war in der Elite-Universität Princeton und hat ein weites Informationsnetz bis hinein in die US-Geheimdienste. „Die Hauptakteure von Otpor oder heute Canvas … führen einen Plan aus, der in Washington erstellt wird, um Regime zu stürzen“, erklärte er im ORF-TV. Denn seit die militärischen Invasionen in Afghanistan und Irak ziemliche Fehlschläge waren, bedienen sich die USA jeweils der lokalen Aktivisten.

Umstürze wie der Arabische Frühling sind zwar gelungen. Aber was spontan wirkte, war in Wahrheit ein bereits seit 1991 von den USA geplanter und finanzierter Umsturz in arabischen Ländern.

Dafür haben die Umsturz-Profis den gewaltfreien Widerstand mit lokalen Gruppen jahrelang trainiert, ehe sie die Menschen auf die Straßen schickten. Allerdings ohne Exit-Strategie. Eine Einbahn ins Verderben.

Inzwischen sind die einstigen Revolutionäre in vielen Ländern entsetzt aufgewacht. Statt der versprochenen blühenden Demokratie ernteten sie wie in Syrien und Libyen Bürgerkriege. Hunderttausende sind dabei umgekommen. Millionen mussten flüchten. Und auch in der Ukraine ist nicht gerade ein goldenes Zeitalter angebrochen.

Revolutionäre als Marionetten des Westens

Gemeinsam mit Andrej Milivojevic gründete Revolutionsführer Popovic inzwischen in der serbischen Hauptstadt das „Zentrum für angewandte gewaltfreie Aktionen und Strategien“ (The Centre for Applied Nonviolent Action and Strategies – CANVAS), eine Art Denkfabrik mit angeschlossenem Trainingszentrum. Die Gründer hatten sich nichts Geringeres vorgenommen, als erfolgreiche Taktiken und Strategien des gewaltlosen Kampfes gegen repressive Regime zu entwickeln und sie weltweit unter die neuen Aktivisten-Generationen zu bringen. In einigen Staaten war Otpor sogar mit eigenen Leuten aktiv, in anderen nur als Berater. Sie betrieben es wie einen Sport. „Es wird sehr interessant sein, was da herauskommen wird”, erklärte einer von ihnen im ORF-TV. Tote werden in Kauf genommen.